DSL Vertrag bei Umzug kuendigen

Zieht der Verbraucher – also der Kunde – während der Laufzeit des DSL-Vertrages um, ist es kein Problem am neuen Standort wieder einen DSL-Anschluss mit passender Geschwindigkeit zu bekommen. Größere Anbieter haben ein großflächiges Netz in Deutschland und decken damit die meisten Regionen ab. Der DSL-Vertrag kann in diesen Fällen direkt mitgenommen werden. Manchmal ist eine kleine Gebühr für den Wechsel fällig, doch auch dies ist nicht immer der Fall. Was aber passiert beim Umzug mit laufenden DSL-Verträgen die nicht übernommen werden können?

DSL-Vertrag bei Umzug kuendigen

Kann der bisherige Vertragspartner (DSL-Anbieter) seine Leistung am neuen Standort nicht erbringen, wollen viele Verbraucher auf die außerordentliche Kündigung setzen und fristlos aus dem Vertrag raus. Außerordentliche Kündigung des DSL-Vertrages funktioniert aber nur bedingt, denn der DSL-Anbieter trägt keinerlei Mitschuld am Umzug und den damit für den Verbraucher entstandenen, schwierigen Umstände mit der DSL-Verbindung. Die DSL-Anbieter bestehen in solchen Fällen auf die rechtmäßige Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zum Eintritt einer ordentlichen Kündigung.

Verbraucher traegt die Verantwortung

In erster Linie ist die Verantwortung für den Umzug beim Verbraucher und deshalb werden die meisten Kündigungen auch sofort von den Anbietern abgewiesen. DSL-Anbieter haben damit sogar Recht, denn ein vom Verbraucher zu verantwortender Umzug hat mit dem DSL-Anbieter nichts zu tun. Kunden müssen in solchen Fällen bis zum Vertragsende die Kosten weiterhin bezahlen oder mit einer Einmalzahlung den Vertrag auflösen. Diese Einmalzahlung entspricht meistens den restlichen, monatlichen Kosten bis zum Laufzeitende.

Verbraucherzentralen unterstützen bislang die Denkweise der Unternehmen. Weisen aber auch darauf hin das es Ausnahmen gibt. Umzüge die man selbst nicht zu verantworten hat weil sie streng beruflicher Natur sind oder familiäre, wichtige Hintergründe haben, stellen die Situation in ein neues Licht. Verbraucher sind angehalten diese Umstände ausführlich und nachweisbar zu begründen. Unternehmen kommen u.U. dem Verbraucher entgegen und lassen sich auf eine Kündigung des DSL Vertrages ein. Es findet dazu ein Abgleich der Interessen beider Seiten statt.

Gegen DSL-Anbieter wegen einem Umzug jedoch einen Prozess zu führen ist mit hohen Kosten und einem nicht geringen Risiko verbunden. Die Kosten für die Verhandlungen, Rechtsanwaltsgebühren etc. übersteigen schnell die übrigen Monatsbeiträge. Wo ein Freikauf aus dem Vertrag bereits sinnvoller wäre. Abhängig davon wie lang ein Vertragsverhältnis noch besteht, macht es Sinn wenn Sie den DSL Vertrag kündigen und die Zahlungen bis zum Ende fortsetzen.